Aktuelle Meldungen

Neue Unterkünfte für Obdachlose

Hannover. Die Landeshauptstadt stellt zwei weitere Gebäude als Unterkünfte für Wohnungslose zur Verfügung. In der Langen Laube unweit vom Steintor und in Petite-Couronne-Straße in Hannover-Ahlem.

Land baut jetzt selbst

Hannover. Niedersachsen gründet eine landeseigene Wohnungsgesellschaft namens „WohnRaum Niedersachsen GmbH“. Ab Januar soll sie ihr operatives Geschäft aufnehmen. Das rot-grüne Kabinett hatte nach Angaben der Staatskanzlei eine entsprechende Vorlage von Bauminister Olaf Lies (SPD) beschlossen. Der neuen Wohnungsgesellschaft soll ein Startkapital von 100 Millionen Euro zugewiesen werden. Als mögliches Ziel für die Gesellschaft nannte Minister Lies einen Bestand von rund 20.000 Wohnungen bis 2040. Damit erfüllt die Landesregierung über viele Jahre formulierte Forderungen von Sozial- und politischen Verbänden (Foto). Die Gründung sorgte entsprechend politisch für Lob und Kritik. 

607.000 ohne Wohnung

Neue Zahlen der BAG Wohnungslosenhilfe: Im Verlauf des Jahres 2022 waren in Deutschland 607.000 Menschen wohnungslos. Davon lebten ca. 50.000 ganz ohne Unterkunft auf der Straße. Das hat der bundesweite Dachverband der Wohnungslosenhilfen heute vorgestellt und dringend mehr Wohnungsbau angemahnt.

Gedenken an wieder mehr Drogentote

1.990 Menschen starben im Jahr 2022 bundesweit im Zusammenhang mit Drogenkonsum – mehr als fünf am Tag. In Niedersachsen wurden 117 Drogentote gezählt. Die Zahl der Toten stieg gegenüber 2021 um neun Prozent und hat sich seit 2012 mehr als verdoppelt. Zum Drogentoten-Gedenktag am 21. Juli, haben nicht allein deshalb die Einrichtungen der Drogenhilfe in Hannover mit unterschiedlichen Aktionen sowie einem zentralen Ort der Trauer am Neustädter Friedhof an die Verstorbenen erinnert.

Rund um Asphalt

Mit Witz und Charme

Luftschlangen auf den Tischen, Partyhütchen auf dem Kopf, lustige übergroße Pappbrillen auf der Nase: Neujahrsfeier bei Asphalt. Mit Kabarettist Matthias Brodowy, Chansonette Stefanie Seeländer samt Pianist Malte Hollmann. Sehr gut war's.

Stread – unsere digitale Straßenzeitung

Im November bieten Asphalt-VerkäuferInnen auf der Straße zwei Produkte an: Die bewährte Asphalt, gedruckt und kritisch - und unser neues, junges Straßenmagazin Stread. Bargeldlos bezahlt. Per App gelesen. Möglich macht das eine bundesweite Kooperation mit der gemeinnützigen Stiftung DOJO Cares. Stread ist quasi Asphalt-Plus: Asphalt in einer digitalen Version und als Zugabe mit Inhalten speziell für jüngere Zielgruppen.

Die aktuelle Ausgabe 02|24

Angst ist nur ein bedingt guter Ratgeber. Sagt der berühmteste Angstforscher im Interview. Auf Angst setzen auch die, die Triggerpunkte gezielt nutzen, um die Gesellschaft zu spalten. Doch Kritik in der Sache ist nötig. Insbesondere beim Kernthema Wohnungsbau. Das alles im Februar-Asphalt. Dazu Weltenbilder, Verkäuferporträt,  Kulturtipps, Literaturtipps, und Stargeiger Daniel Hope im ausführlichen Asphalt-Gespräch.

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Asphalt ...

… ist das soziale Straßenmagazin für Hannover und Niedersachsen und erscheint monatlich in drei unterschiedlichen Editionen: Hannover, Tagessatz und Nordwest. Asphalt-Verkäuferinnen und -Verkäufer sind Menschen mit brüchigen Biographien. Viele sind oder waren wohnungslos, alle sind von Armut betroffen. Durch den Verkauf des Magazins versuchen sie, ihrem Leben wieder Struktur und Sinn zu verleihen. Der Magazinpreis beträgt im Straßenverkauf 2,20 Euro, für den Asphalt/Tagessatz 2,50 Euro. Davon behalten die Verkäuferinnen und Verkäufer jeweils die Hälfte.

Asphalter/In des Monats

„Ich bin Adrian, in Rumänien geboren. Aber seit 2014 verkaufe ich jetzt schon die Asphalt-Zeitung hier in Oldenburg. So lange ist wohl kein anderer dabei. Asphalt-Verkaufen ist Gold für mich! Ich habe keinen anderen Job und kann mir auf diese Weise ein bisschen Geld verdienen. 

Ich habe zwei Söhne. Um die hat sich meine Mutter immer gekümmert, die war Gold wert. Leider ist sie vor zwei Jahren gestorben. Und jetzt muss ich meinem Bruder helfen. Seine Frau ist sehr krank und er muss immer zwischen seiner Wohnung und dem Krankenhaus hin und her pendeln. Das ist keine leichte Situation für ihn. Er hat übrigens auch einen Ausweis als Asphalt-Verkäufer.

 

Momentan lebe ich auf einem Grundstück in einer Art Camper. Das ist nicht so schlecht, nur gibt es keinen Strom. Das ist im Winter ein echtes Problem. Aber: Es ist besser, als auf der Straße zu leben. Ich war früher erst in der städtischen Unterkunft, irgendwann in einer Garage, dann habe ich auch ein Jahr unter der Brücke gelebt. Das war hart: Man steht den ganzen Tag auf der Straße – und schläft dann auch noch auf der Straße.“

Adrian verkauft Asphalt in Oldenburg am Rathausmarkt und an der Hauptstraße.

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Sozialarbeit & Vertrieb

Asphalt bietet echte Hilfe-zur-Selbsthilfe. Asphalt-VerkäuferIn kann werden, wer bedürftig sit, z.B. Sozialgeld, Alg II, oder Grundsicherungsrente bezieht. Viele von ihnen sind oder waren wohnungslos. Unsere Sozialarbeit hilft und bietet Unterstützung bei Sucht-, Schulden- oder Wohnungskrisen.   

Anlaufstellen

Asphalt arbeitet eng mit verschiedenen Anlauf- und Beratungsstellen für Wohnungslose in Hannover zusammen.

Ob Kleiderkammern, Tagesaufenthalte oder Notunterkünfte – Asphalt hilft gerne mit nützlichen Adressen weiter.

Verkäuferportraits
Asphalt-VerkäuferInnen hautnah: Tobias Freyer ist mit GLEICH3.TV Profi in Sachen social media-Filme und hat jüngst für uns einige unserer Verkäufer und Verkäuferinnen in Szene gesetzt.
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Wir in Niedersachsen

Das Straßenmagazin Asphalt erscheint nicht nur in Hannover, sondern auch in 14 weiteren Städten Niedersachsens.