Szene & Politik

Gedenken an wieder mehr Drogentote

1.990 Menschen starben im Jahr 2022 bundesweit im Zusammenhang mit Drogenkonsum – mehr als fünf am Tag. In Niedersachsen wurden 117 Drogentote gezählt. Die Zahl der Toten stieg gegenüber 2021 um neun Prozent und hat sich seit 2012 mehr als verdoppelt. Zum Drogentoten-Gedenktag am 21. Juli, haben nicht allein deshalb die Einrichtungen der Drogenhilfe in Hannover mit unterschiedlichen Aktionen sowie einem zentralen Ort der Trauer am Neustädter Friedhof an die Verstorbenen erinnert.

Wasser für Durstige

Die Stadt Hannover bietet übers Stadtgebiet verteilt insgesamt 19 Trinkwasserbrunnen. Sie bilden die Basis der Wasserversorgung für Bedürftige. Zudem gibt es „Wassertouren“ im Juli und August von den städtischen StraßensozialarbeiterInnen als auch von Ehrenamtlichen des „Homeless-Care-Projektes“ des Tibet-Zentrums Hannover, die kostenlose Wasserflaschen mithilfe von Lastenfahrrädern verteilen. Dadurch sollen mehr Menschen erreicht und versorgt werden, auch diejenigen, die keine Tagesaufenthalte nutzen. Alle Maßnahmen der Sommerhilfe werden mit Spenden sowie mit Mitteln aus dem städtischen Interventionsfonds finanziert. Die Verteilung ist Teil des neuen Sommernothilfeplans der Stadt.

LAK warnt vor Altersarmut

Hannover. Angesichts einer deutlich gestiegenen Zahl an Empfängerinnen und Empfängern von Grundsicherung sieht die Landesarmutskonferenz Niedersachsen (LAK) eine „Riesenwelle von Altersarmut“ heranrollen. 2022 sei die Zahl der Grundsicherungsempfänger laut Statistischem Bundesamt gegenüber dem Vorjahr bundesweit um 12 Prozent gestiegen, teilte die LAK am Montag in Hannover mit. Unter den Empfängern seien rund 660.000 Rentnerinnen und Rentner, deren regulären Bezüge nicht ausreichten, um die Lebenshaltungskosten zu bestreiten.

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