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Sozialarbeit fordert bessere Bedingungen

Hannover. Krisenintervention, Kinderschutz, Klientenunterstützung: SozialarbeiterInnen aus der Wohnungslosen-, Familien- und Erziehungshilfe sind am Limit, weil KollegInnen fehlen, die Arbeitsbedingungen schlechter werden, die Aufgaben wachsen. Und die kommunalen Arbeitgeber rühren sich bisher nicht. Daher haben die via ver.di organisierten Beschäftigten der Kommunen heute gestreikt. Und mit einer Kundgebung am Hauptbahnhof – in der Nähe ist der Sitz des Arbeitgeberverbandes – ihre Anliegen öffentlich gemacht. „Es ist eine Frechheit der Arbeitgeber diesen Streik hier zu provozieren, ich rate BürgermeisterInnen und Stadträten dringend, mal unsere Arbeit zu leisten, um zu erkennen wie wichtig die Aufgaben der sozialen Dienste sind“, so eine Rednerin. „Das Sozialstaatsprinzip lässt sich nur mithilfe sozialer Arbeit verwirklichen. Wir sind dabei nicht die Problemfeuerwehr für gesellschaftliche Verwerfungen und Experten für komplexe, individuelle soziale  Problemlagen“, eine andere Rednerin. Dafür seien genug Personal, gute Arbeitsbedingungen und gute Bezahlung nötig. Am Mittwoch wollen die Erzieherinnen und Erzieher streiken. Mit der Streikwelle will die Gewerkschaft ver.di den Druck auf die kommunalen Arbeitgeber vor der dritten Verhandlungsrunde am 16. und 17. Mai in Potsdam erhöhen. MAC

 

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