Hannover. Im vergangenen Jahr waren in Hannover 13 und in ganz Niedersachsen 86 Drogentote zu beklagen. Bundesweit verstarben 1.826 Menschen. Ein Anstieg um 15,5 Prozent. Zum vierten Mal in Folge. In Hannover haben Angehörige, Freunde und Helfende am 21. Juli an Einrichtungen der Suchthilfe sowie am Gedenkstein auf dem Neustädter Friedhof am Königsworther Platz der Gestorbenen gedacht. Und gemahnt: Die Einschränkungen des Betäubungsmittelgesetzes für die Substitutionsbehandlung führten zu einem stetigen Rückgang an substituierenden ÄrztInnen und zu Engpässen in der Versorgung, so die Hilfsorganisationen. Flächendeckende Substitution einschließlich der heroingestützten Behandlung sei nicht gesichert. Ein umfassendes Leben rettendes Naloxon-Programm lässt auf sich warten. Und für Crackabhängige fehle ein Konsumraum, der auch die alltäglichen Bedürfnisse (Bett, Dusche, Aufenthalt) abdeckt. Außerdem für die Szene passgenaue Straßensozialarbeit. Zudem fehle ein taugliches niedrigschwelliges psychiatrisches Hilfsangebot. Verbindliche Vernetzung von Justiz, der Suchthilfe und Krankenkassen sei dringend nötig. „Und dennoch: Im Vergleich zu anderen Städten und Bundesländern haben wir hier in Hannover eine gute Drogenpolitik“, so Harry Schulz vom Selbsthilfeprojekt Warstraße und Sprecher des Arbeitskreises Sucht, Drogen und Aids. Den Gedenktag gibt es seit 1998. Beteiligt waren Frank Woike, Drogenbeauftragter der LHH, JES Hannover, Neues Land, Selbsthilfeverein, La Strada, Sida mobil und andere. MAC






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